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Was ist der Stereolithografie-(SLA-)3D-Druck?

Was ist der Stereolithografie-(SLA-)3D-Druck?

Zuletzt aktualisiert am Jan 09, 2026

Der Stereolithografie-(SLA-)3D-Druck ist eine hochmoderne additive Fertigungstechnologie, die digitale Designs zum Leben erweckt, indem dreidimensionale Objekte Schicht für Schicht aufgebaut werden. Diese innovative Technik, auch als Resin-3D-Druck bekannt, nutzt die Prinzipien der Photopolymerisation, um komplexe und präzise Objekte herzustellen. Von funktionalen Prototypen bis hin zu künstlerischen Kreationen findet der SLA-3D-Druck Anwendung in zahlreichen Branchen und revolutioniert die Art und Weise, wie wir Objekte herstellen.


Wie funktioniert der Stereolithografie-(SLA-)3D-Druck?



1. Harzauswahl: Der Prozess beginnt mit der Auswahl eines geeigneten flüssigen Harzes. Jedes Harz ist darauf ausgelegt, dem Endobjekt bestimmte Eigenschaften wie Festigkeit, Flexibilität oder Transparenz zu verleihen.


2. Schichtweiser Aufbau: Ein Behälter enthält das flüssige Harz, in das eine Bauplattform eingetaucht wird. Ein hochpräziser UV-Laser oder eine Lichtquelle scannt die Oberfläche des Harzes und härtet gezielt die Bereiche aus, die gemäß dem Design verfestigt werden sollen.


3. Selektive Photopolymerisation: Während sich der UV-Laser oder die Lichtquelle über die Harzoberfläche bewegt, löst er eine chemische Reaktion im Harz aus, wodurch dieses aushärtet und die gewünschte Form annimmt.



4. Bewegung entlang der Z-Achse: Nach Abschluss jeder Schicht bewegt sich die Bauplattform schrittweise, sodass die nächste Harzschicht dem Laser ausgesetzt werden kann. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das gesamte Objekt fertiggestellt ist.


5. Nachbearbeitung:: Nach dem Druck wird das Objekt aus dem Harzbad entnommen und in der Regel in einem Lösungsmittel gespült, um überschüssiges, nicht ausgehärtetes Harz zu entfernen. In manchen Fällen erfolgt eine zusätzliche Nachhärtung durch weitere UV-Bestrahlung, um eine vollständige Aushärtung und Festigkeit sicherzustellen.


6. Stützstrukturen: Komplexe Designs oder überhängende Geometrien erfordern häufig Stützstrukturen, um Verformungen während des Drucks zu vermeiden. Diese Stützen werden nach Abschluss des Druckprozesses entfernt.



Welche Materialien werden für den Stereolithografie-(SLA-)3D-Druck verwendet?


Der SLA-3D-Druck verwendet eine Vielzahl von Photopolymerharzen, die bei Bestrahlung mit bestimmten Lichtwellenlängen – in der Regel ultraviolettem (UV-)Licht – aushärten. Diese Harze sind in unterschiedlichen Formulierungen erhältlich, um verschiedene Anforderungen zu erfüllen, von mechanischen Eigenschaften bis hin zu optischen Aspekten. Zu den gängigen Materialtypen gehören:


1. Standardharze: Diese Harze sind vielseitig einsetzbar und für allgemeine 3D-Druckanwendungen geeignet. Sie bieten ein gutes Gleichgewicht zwischen Detailauflösung und mechanischer Festigkeit.


2. Engineering-Harze: Diese Harze besitzen verbesserte mechanische Eigenschaften wie hohe Zugfestigkeit, Schlagzähigkeit und Temperaturbeständigkeit. Sie werden häufig für funktionale Prototypen und technische Bauteile verwendet.


3. Flexible Harze: Flexible Harze erzeugen Objekte mit gummiähnlichen Eigenschaften, die sich biegen, dehnen und komprimieren lassen. Sie eignen sich für Dichtungen, Scharniere und flexible Bauteile.


4. Transparente Harze: Transparente oder klare Harze ermöglichen eine hohe optische Klarheit und werden für Anwendungen wie Linsen, Lichtleiter und transparente Prototypen eingesetzt.


  • 5. Hochtemperaturharze:  Diese Harze halten erhöhten Temperaturen stand, ohne sich zu verformen oder ihre mechanischen Eigenschaften zu verlieren. Sie werden in hitzebelasteten Anwendungen eingesetzt.


    6. Biokompatible Harze: Biokompatible Harze sind für medizinische und zahnmedizinische Anwendungen konzipiert. Sie sind für den Kontakt mit dem menschlichen Körper geeignet und werden unter anderem für Dentalmodelle, chirurgische Schablonen und Hörgeräte verwendet.


    7. Gießharze: Gießharze werden für den Feinguss eingesetzt. Sie verbrennen rückstandslos während des Gussprozesses und hinterlassen eine Form, die mit flüssigem Metall gefüllt werden kann.


    8.Schmuckharze: Diese Harze sind speziell für die Herstellung detailreicher Schmuckstücke entwickelt und bieten eine hohe Detailauflösung sowie glatte Oberflächen.


    9. Farbhartze: Einige SLA-Drucker können Farbharze verwenden, um Objekte in Vollfarbe herzustellen, ohne zusätzliche Nachbearbeitung.


    10. Elastische Harze: Elastische Harze erzeugen dehnbare, gummiähnliche Objekte, vergleichbar mit Silikon. Sie werden für tragbare Geräte und flexible Verbindungen eingesetzt.



    Was sind die Vorteile des Stereolithografie-(SLA-)3D-Drucks?


    Der SLA-3D-Druck bietet mehrere überzeugende Vorteile:

    1. Hohe Präzision: Die SLA-Technologie eignet sich hervorragend zur Herstellung komplexer und hochdetaillierter Objekte mit außergewöhnlicher Genauigkeit.


    2. Glatte Oberflächenqualität: Mit SLA gedruckte Objekte verfügen über sehr glatte Oberflächen und feine Details, wodurch der Nachbearbeitungsaufwand reduziert wird.


    3. Vielfältige Materialeigenschaften: Die große Auswahl an Harztypen ermöglicht eine gezielte Anpassung an spezifische Anforderungen.


    4. Komplexe Geometrien: SLA kann problemlos komplexe Geometrien, Überhänge und filigrane Strukturen realisieren.


    5. Anwendungsvielfalt: SLA findet Anwendung in Branchen wie Schmuckherstellung, Zahnmedizin, Maschinenbau und Produktdesign, in denen hohe Detailtreue und Oberflächenqualität entscheidend sind.



    Was sind die Nachteile des Stereolithografie-(SLA-)3D-Drucks?


    Trotz seiner Stärken weist der SLA-3D-Druck auch einige Einschränkungen auf:

    1. Geschwindigkeit: Der schichtweise Aufbau kann insbesondere bei größeren Objekten zeitaufwendig sein und ist im Vergleich zu anderen Druckverfahren relativ langsam.


    2. Materialkosten: Die für den SLA-Druck verwendeten Harze sind in der Regel teurer als Filamente anderer Verfahren wie FDM.


    3. Nachbearbeitung: Obwohl der Nachbearbeitungsaufwand geringer sein kann, erfordern das Entfernen der Stützstrukturen und die vollständige Aushärtung dennoch Zeit.


    4. Begrenzte Baugröße: Die maximal druckbare Objektgröße ist durch die Abmessungen der Bauplattform begrenzt.


    5. Geringere mechanische Festigkeit: SLA-Druckteile sind zwar sehr präzise, können jedoch eine geringere mechanische Festigkeit aufweisen als Bauteile aus anderen Druckverfahren.


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